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Alle Rettungswesten im Überblick


Rettungswesten können dir das Leben retten. Sie kommen in verschiedenen Bereichen des Wassersports zum Einsatz. Beispielsweise haben Segler, Angler, Kajak-Fahrer und Bootsbesitzer eine Rettungsweste für die eigene Sicherheit dabei. Doch bei dem Kauf einer Rettungsweste gibt es verschiedene Faktoren zu beachten. Im Folgenden gehen wir näher auf die Anwendungsbereiche, besondere Features und Unterschiede ein.

Was gibt es bei einer Rettungsweste zu beachten?

Anwendungsbereich / Einsatzgebiet

Als erstes solltest du dich vor dem Kauf einer Rettungsweste fragen, wofür du sie eigentlich benötigst. Es gibt Rettungswesten für Binnengewässer oder für die Hochsee. Außerdem unterscheiden sich die Modelle in der Bauart. Eine Rettungsweste für ein Kajak sieht anders aus, als ein Exemplar von einem Motorboot. Je genauer du den Anwendungsbereich bestimmen kannst, desto einfacher findest du eine Rettungsweste, die zu dir passt.
Beim Kajak-Fahren trägst du deine Rettungsweste die meiste Zeit. Daher sollte diese Rettungsweste deinen Bewegungsradius nicht einschränken oder behindern. Der Komfort spielt also eine wichtige Rolle. Die Rettungswesten auf einem Motorboot auf der Hochsee müssen schnell angezogen werden. Komfort ist hier nicht wichtig. Die Rettungsweste soll als Hilfe dienen. Rettungswesten für die Hochsee sollten einen hohen Auftrieb und eine Schutzkappe besitzen, damit man vor der Gischt im Wasser geschützt wird.

Kleidung unter der Rettungsweste

Das Körpergewicht einer Person hat kaum Auswirkungen auf eine Rettungsweste. Entscheidend ist die Kleidung, die du unter der Rettungsweste trägst. Je mehr Kleidung du trägst, desto stärker sollte der Auftrieb der Rettungsweste sein. Im Sommerurlaub reicht eine Rettungsweste mit geringer Auftriebsklasse, da du wahrscheinlich nicht mehr als deine Badebekleidung trägst.

Die passende Auftriebsklasse finden

Die Rettungswesten werden in unterschiedliche Leistungsklassen eingeteilt. Das Drehverhalten und der Mindestauftrieb spielen hier eine sehr wichtige Rolle. Die Westen besitzen eine DIN EN ISO 12402 Norm und der Auftriebswert wird in Newton angegeben.

  • Schwimmhilfe mit 50 Newton:
    Diese Rettungswesten sind sehr leicht, sind angenehm zu tragen und haben einen leichten Auftrieb von 50 N. Diese Schwimmhilfen sind nicht ohnmachtssicher (später mehr dazu) und eignen sich nur für Binnengewässer mit wenig Strömung und für erfahrene und gute Schwimmer.
  • Rettungsweste 100 Newton:
    Diese Schwimmwesten ähneln den Modellen mit 50 N, bieten dir aber etwas mehr Auftrieb. Sie eignen sich auch eher für Binnengewässer.
  • Rettungsweste mit 150 Newton:
    150N Rettungswesten eignen sich für offene Gewässer und für die Hochsee. Das Besondere an diesen Modellen ist, dass sie ohnmachtssicher sind. Die Auftriebskraft kann nur durch zu viel Kleidung unter der Rettungsweste beeinträchtigt werden.
  • Rettungsweste mit 275 Newton:
    Diese Rettungswesten bieten dir mit 275 den besten Auftrieb und sich auch für Extrembedingungen auf hoher See geeignet. Selbst mit viel Kleidung bleibt die Rettungsweste ohnmachtssicher.

Was ist mit Ohnmachtssicherheit gemeint?

Rettungswesten mit höherer Newton-Zahl sind in der Regel auch ohnmachtssicher. Das bedeutet, dass die Person, die diese Rettungsweste trägt, automatisch auf den Rücken gedreht wird. Selbst ein bewusstlose Mensch ohne Körperspannung wird in Rückenlage gedreht und die Atemwege bleiben frei. Wenn du speziell eine Rettungsweste mit Ohnmachtssicherheit suchst, solltest du immer auf die Produktbeschreibung achten. Für die Hochsee solltest du eine Rettungsweste mit 275 Newton nehmen.

Zubehör

Du kannst zu den meisten Rettungswesten noch spezielles Zubehör kaufen:

  • Reflektoren und Signal-Pfeifen dienen dazu, dass man auf sich aufmerksam machen kann.
  • Für zusätzlichen Halt solltest du dir eine Rettungsweste mit Schrittgurt zulegen. Durch einen Schrittgurt wird die Weste nicht verrutschen.
  • Rettungswesten mit 150 Newton und mehr besitzen eine Bergeschlaufe. Personen können mit dieser Schlaufe einfacher und schneller gerettet und aus dem Wasser gezogen werden.
  • Lifebelts sind besonders für Segler sehr wichtig, falls sie beim Segeln ins Wasser fallen. Der Lifebelt / Gurt sorgt dafür, dass der Segler nicht vom Boot abgetrieben wird.
  • Manche Rettungswesten besitzen auch ein integriertes GPS-Signal, wodurch Rettungskräfte den Standort einer vermissten Person schneller bestimmen können.
  • Licht an der Rettungsweste ist sehr nützlich für die Nacht, um visuell auf sich aufmerksam zu machen.